Corinna

Niemeyer

D i r i g e n t i n

Corinna Niemeyer ist seit September 2020 Directrice Artistique und Chefdirigentin des Orchestre de Chambre du Luxembourg . Zuvor war sie zwei Jahre (2018-20) Assistenzdirigentin des Rotterdam Philharmonic Orchestra.

 

Ihre Begeisterung für fundierte Interpretation und innovative Vermittlung von Musik spiegelt sich in der Bandbreite ihrer Aktivitäten als Gastdirigentin wider, die Ensembles für historische Aufführungspraxis, Uraufführungen, interdisziplinäre Projekte, Oper sowie sinfonische Projekte umfasst. So war sie in der Saison 19/20 mit fünf transdisziplinären Uraufführungen zum Bauhaus-Jubiläum mit der Jungen Deutschen Philharmonie zu erleben. Anlässlich des Beethoven-Jubiläums hat sie mehrere Beethoven Symphonien mit dem Orchester „Les Siècles“ auf historischen Instrumenten interpretiert.

Als Gastdirigentin folgte sie Einladungen des Gürzenich-Orchester Köln, des Konzerthausorchesters Berlin, des Orchestre Philharmonique de Strasbourg, des Yomiuri Nippon Symphony Orchestra Tokyo, des Musikkollegium Winterthur, des Nagoya Philharmonic Orchestra, des Osaka Philharmonic Orchestra, der Komischen Oper Berlin, der Opéra National du Rhin, u.a.

Auf ihr Debüt an der Oper Köln im Mai 2017 folgte eine intensive Zusammenarbeit in der Saison 17/18, in der sie zahlreiche Vorstellungen an der Oper Köln dirigierte (Le Nozze di Figaro, La Traviata). Am Theater Augsburg führte sie 2016 eine zeitgenössische Produktion von U.Zimmermanns „Weiße Rose“ zu „bewegenden Aufführungen“ (BR-Klassik) von „großer Eindringlichkeit“ (a3Kultur). Ihre „engagierte sensible Interpretation“ (Deutschlandfunk) von Ernst Krenek’s Arrangement von Monteverdis „L’Incoronazione di Poppea“ am Theater Sankt Gallen 2019 wurde von Kritiken und Publikum begeistert aufgenommen.

Zu ihren Gastdirigaten in der Saison 2020-21 gehören Projekte mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Orchestre National des Pays de Loire, dem Orchestre Pasdeloup, dem Beethoven Orchester Bonn, den Bremer Philharmonikern, der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, dem Helsingborg Symphony Orchestra, dem Nordic Chamber Orchestra und dem Orquesta Sinfonica del Principado de Asturias.

 

Corinna Niemeyer ist Preisträgerin mehrerer internationaler Dirigierwettbewerbe (Tokyo International Conducting Competition 2015, Talent Chef d’orchestre 2014 Paris).

 

Seit 2012 arbeitet sie mit Francois-Xavier Roth zusammen und assistierte ihm beim SWR-Sinfonie-Orchester Baden-Baden und Freiburg, an der Oper Köln und beim Orchester „Les Siècles“ bei zahlreichen Projekten - u.a. bei zeitgenössischen Programmen z.B. für das „Musikfest Berlin“, sowie bei „Les Troyens“ auf historischen Instrumenten beim Festival Berlioz 2019. Mehrfach arbeitet sie auch als Assistentin von Ivan Fischer, Lahav Shani, Yannick Nezet-Séguin und Valery Gergiev.

 

Begeistert, Musik auf immer neue Weisen zu vermitteln, ist Corinna Niemeyer inzwischen für ihre kreativen und publikumsgerechten Konzert-Moderationen bekannt. Seit 2016 engagiert sie sich im Projekt DEMOS der Philharmonie Paris und hatte die Leitung mehrerer Kinderorchester inne.

 

In ihrer bereits im Studium begonnenen Tätigkeit als Künstlerische Leiterin des Orchestre Universitaire de Strasbourg hat sie das Orchester als eines der aktivsten Universitätsorchester Europas etabliert, und wurde von der Europäischen Kommission eingeladen, den Trauerakt für Helmut Kohl im Europäischen Parlament musikalisch zu begleiten. Von 2016 bis 2018 wirkte sie als Dozentin und Chefdirigentin an der Sorbonne Universität Paris und ist dem Orchester der Sorbonne als Gastdirigentin weiter verbunden. ​

 

Corinna Niemeyer studierte an der Hochschule der Künste Zürich, sowie an den Musikhochschulen Karlsruhe, München und Shanghai Orchesterdirigieren, Schulmusik und Violoncello. Prägende Anregungen erhielt sie in Meisterkursen bei Bernard Haitink, Riccardo Muti, Esa-Pekka Salonen und David Zinman.

 

Für ihr grenzüberschreitendes kulturelles Engagement wurde sie vom Deutschen Generalkonsulat in Straßburg mit dem „Preis der deutsch-französischen Freundschaft“ 2018 ausgezeichnet.