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Corinna

Niemeyer

D i r i g e n t i n

Corinna Niemeyer ist seit September 2020 Chefdirigentin des Orchestre de Chambre du Luxembourg . Zuvor war sie zwei Jahre lang (2018-20) Assistenzdirigentin des Rotterdam Philharmonic Orchestra.

Die Bandbreite ihrer Aktivitäten als Dirigentin umfasst symphonische Projekte, Oper, die Zusammenarbeit mit Ensembles für historische Aufführungspraxis, sowie Uraufführungen und interdisziplinäre Projekte und spiegelt ihre Begeisterung für stilistisch und historisch fundierte Interpretation sowie eine innovative Vermittlung von Musik.

Zu den jüngsten und zukünftigen symphonischen Höhepunkten zählen Konzerte mit dem Orchestre de Paris, dem Danish National Symphony Orchestra, Hallé, Royal Liverpool Philharmonic, l'Orchestre national d'Île-de-France, dem MDR Sinfonieorchester, den Heidelberger Philharmonikern, der Kammerakademie Potsdam, dem Beethoven Orchester Bonn und dem Orquesta Sinfónica de Tenerife. Außerdem dirigiert sie regelmäßig Les Siècles und das Ensemble Modern.

Auch als Operndirigentin profiliert, beginnt die Saison 23/24 für Corinna Niemeyer mit einer Wiedereinladung an das Royal Opera House London, wo sie die britische Premiere von Sir George Benjamins Picture a Day Like This dirigiert. Im Herbst 2022 gab sie mit Oliver Mears' neuer Inszenierung von Brittens Rape of Lucretia (Koproduktion mit Britten Pears Arts) ihr Debüt am Royal Opera House, das von Kritikern als "musical triumph" (Evening Standard) und "musically extremely fine" (The Guardian) gelobt wurde. In der Saison 2023/24 wird sie außerdem Produktionen von Massenets Cendrillon an der Opéra de Lausanne und Purcells The Fairy Queen am Theater St. Gallen dirigieren.

An der Opéra de Lille gab Corinna Niemeyer 2022 ihr Debüt als Dirigentin von Les Siècles in einer Produktion von Ravels L'enfant et les sortilèges. Außerdem hat sie u.a. Mozarts Le Nozze di Figaro an der Oper Köln dirigiert, Rossinis Le Comte Ory an der Opéra de Metz und einen Doppelabend am Grand Theatre de la Ville de Luxembourg  mit Viktor Ullmanns Einakter Der Kaiser von Atlantis und der Uraufführung von Eugene Birman‘s En vertu de... über die Europäische Menschenrechtskonvention.

Ihre Begeisterung für innovative Programmgestaltung spiegelt sich in dem Repertoire wider, das sie mit dem Orchestre de Chambre du Luxembourg dirigiert, das in dieser Saison u.a. Haydn, Mozart, Ligetis Mysteries of the Macabre und Berlioz' Les nuits d'été mit Ian Bostridge umfasst.

Corinna Niemeyer ist Preisträgerin mehrerer internationaler Dirigierwettbewerbe (Tokyo International Conducting Competition 2015, Talent Chef d’orchestre 2014 Paris).

Ab 2012 arbeitete sie mit Francois-Xavier Roth zusammen und assistierte ihm beim SWR-Sinfonie-Orchester Baden-Baden und Freiburg, an der Oper Köln und beim Orchester „Les Siècles“ bei zahlreichen Projekten - u.a. bei zeitgenössischen Programmen z.B. für das „Musikfest Berlin“, sowie bei „Les Troyens“ auf historischen Instrumenten beim Festival Berlioz 2019 und 2021. Mehrfach arbeitet sie auch als Assistentin von Ivan Fischer, Lahav Shani und Yannick Nezet-Séguin.

 

Begeistert, Musik auf immer neue Weisen zu vermitteln, ist Corinna Niemeyer inzwischen für ihre kreativen und publikumsgerechten Konzert-Moderationen bekannt. Seit 2016 engagiert sie sich im Projekt DEMOS der Philharmonie Paris und hatte die Leitung mehrerer Kinderorchester inne. Derzeit leitet sie die das Demos Jugendorchester des Orchestre de Paris.

In ihrer bereits im Studium begonnenen Tätigkeit als Künstlerische Leiterin des Orchestre Universitaire de Strasbourg etablierte sie das Orchester als eines der aktivsten Universitätsorchester Europas und wurde von der Europäischen Kommission eingeladen, den Trauerakt für Helmut Kohl im Europäischen Parlament musikalisch zu begleiten. Von 2016 bis 2018 wirkte sie als Dozentin und Chefdirigentin an der Sorbonne Universität Paris.

Corinna Niemeyer studierte an der Hochschule der Künste Zürich, sowie an den Musikhochschulen Karlsruhe, München und Shanghai Orchesterdirigieren, Schulmusik und Violoncello. Prägende Anregungen erhielt sie in Meisterkursen bei Bernard Haitink, Riccardo Muti, Esa-Pekka Salonen und David Zinman.

Für ihr grenzüberschreitendes kulturelles Engagement wurde sie vom Deutschen Generalkonsulat in Straßburg mit dem „Preis der deutsch-französischen Freundschaft“ 2018 ausgezeichnet.

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